Cremer Thermoprozessanlagen GmbH (Düren): Eigenverwaltung eröffnet, Betrieb läuft weiter, Investorenprozess angelaufen
Stand: 12.03.2026 (Europe/Berlin)
Die Cremer Thermoprozessanlagen GmbH aus Düren (NRW) ist einhochspezialisierter Maschinenbauer für Industrieöfen und thermische Prozessanlagen. Das Unternehmen entwickelt und produziert nach eigenen Angaben seit mehr als 50 Jahren maßgeschneiderte Anlagen und ist weltweit aktiv. Aktuell sind 87 Mitarbeitende genannt.
Verfahrensstand: Eigenverwaltungsverfahren seit 01.03.2026
Für die Cremer Thermoprozessanlagen GmbH ist ein Eigenverwaltungsverfahren eröffnet worden. Als Startpunkt der Eigenverwaltung wird der 01.03.2026 genannt. In den vorliegenden Angaben wird außerdem berichtet, dass bereits am 10.11.2025 ein Insolvenzantrag beim Gericht eingegangen sein soll. Ein Aktenzeichen wird ebenfalls genannt (93 IN 242/25), allerdings stammt diese Angabe aus einer nicht-amtlichen Referenz.
Wer das Verfahren begleitet: Generalbevollmächtigte und Sachwalter genannt
Im Umfeld des Verfahrens werden als Generalbevollmächtigte Maximilian Michelsen und Christian Krause (Aderhold) genannt. Außerdem wird Nikolaos Antoniadis als Sachwalter genannt. Diese Rollen deuten auf eine klassische Eigenverwaltungsstruktur hin: operative Steuerung durch die Gesellschaft, Überwachung durch den Sachwalter, ergänzt durch restrukturierungserfahrene Bevollmächtigte.
Operativer Status: Produktion und Projekte laufen weiter
Für Kunden und Partner ist die zentrale operative Botschaft klar: Der Geschäftsbetrieb läuft vollumfänglich weiter. Das betrifft die laufenden Projekte und die Leistungserbringung entlang der üblichen Wertschöpfung, von Engineering über Fertigung bis hin zu Inbetriebnahme und Service. Gerade bei thermischen Prozessanlagen, die oft in kritische Produktionsumfelder eingebunden sind, ist diese Fortführung ein wichtiger Stabilitätsanker.
Investorenprozess: Suche nach einer tragfähigen Lösung läuft
Parallel zur Fortführung wird ein Investorenprozess beschrieben, der bereits angelaufen ist. Konkrete Details zu Zeitplan, Bieterrunden oder Strukturvarianten werden in den vorliegenden Informationen nicht ausgeführt. Der Fokus liegt auf der Aussage, dass die Suche nach einer tragfähigen Lösung aktiv betrieben wird, während der Betrieb weiterläuft.
Unternehmensprofil: 50+ Jahre Anlagenbau, maßgeschneiderte Industrieöfen
Cremer Thermoprozessanlagen wird als Spezialist für individuell ausgelegte Industrieöfen und thermische Prozessanlagen beschrieben. Das Profil deutet auf ein projektorientiertes Geschäft hin, in dem Engineering-Qualität, Fertigungstiefe und Servicefähigkeit entscheidend sind. In solchen Strukturen hängen Lieferketten und Projektabläufe häufig an langen Vorlaufzeiten, kundenspezifischen Komponenten und präzisen Abnahmen, entsprechend sensibel ist die Stabilisierung im Verfahren.
Einordnung: Warum der Fall für Industriekunden besonders relevant ist
Bei Anlagenbauern für thermische Prozesse ist die operative Relevanz hoch, weil Ausfälle nicht nur Liefertermine verschieben, sondern Produktionslinien und Qualifikationen beim Kunden betreffen können. Wenn die Fortführung gelingt und parallel ein Investorenprozess strukturiert wird, entsteht typischerweise ein Zeitfenster, in dem Projekte weiter abgearbeitet und eine Lösung vorbereitet werden kann. Welche konkrete Lösung am Ende steht, ist zum jetzigen Stand offen.