European League of Football GmbH startet vorläufige Eigenverwaltung, Spielbetrieb soll weitergehen
Stand der Recherche: 06.02.2026 (Europe/Berlin)
Die European League of Football GmbH (ELF) mit Sitz in Hamburg befindet sich in einem vorläufigen Eigenverwaltungsverfahren. Nach Angaben aus dem Verfahrensumfeld hat das Amtsgericht Hamburg den Antrag auf vorläufige Eigenverwaltung per Beschluss bestätigt. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Andreas Romey (ECKERT Rechtsanwälte) bestellt; als Generalhandlungsbevollmächtigter wird Thorsten Petersen (wwp WallnerWeiß) genannt. Das Verfahren läuft vorläufig, die Eigenverwaltung ist bestätigt
Die European League of Football GmbH setzt im Rahmen der Sanierung auf eine vorläufige Eigenverwaltung. Das bedeutet: Die Gesellschaft soll im Kern handlungsfähig bleiben, während das Verfahren unter gerichtlicher Aufsicht geordnet wird. Als Kontrollinstanz ist ein vorläufiger Sachwalter eingesetzt.
Andreas Romey überwacht, Thorsten Petersen steuert die Sanierung mit
Mit der Bestellung von Andreas Romey als vorläufigem Sachwalter und der Benennung von Thorsten Petersen als Generalhandlungsbevollmächtigtem sind die zentralen Rollen für die frühe Verfahrensphase klar benannt. Öffentlich detaillierte Angaben zu konkreten Einzelbefugnissen liegen in den vorliegenden Informationen nicht vor.
Der Spielbetrieb soll weiterlaufen, der Spielplan ist der nächste Fixpunkt
Die Liga betont, dass Geschäfts- und Spielbetrieb regulär weiterlaufen sollen. Zudem wird angekündigt, dass der Spielplan für 2026 bis Ende Februar veröffentlicht werden soll. Für Teams, Partner und Dienstleister ist das ein entscheidender operativer Marker: Erst mit einem belastbaren Spielplan lassen sich Spieltage, Produktion, Reisen und Stadionlogistik sauber planen.
Ein Liga-Betrieb zieht lange Leistungsketten nach sich
Der Fall ist nicht nur sportlich, sondern vor allem operativ relevant: An einer Liga hängen typischerweise Stadion- und Spieltagsdienstleister, Sicherheits- und Facility-Leistungen, Medienproduktion, Ticketing, Merchandising, Reise- und Logistikdienstleister sowie Sponsoring- und Vermarktungspartner. Wenn die Fortführung angekündigt ist, läuft ein großer Teil dieser Kette weiter – oft aber mit strikterer Steuerung und engerer Dokumentation als im Normalbetrieb.
Als Auslöser werden gescheiterte Kapitalmaßnahmen genannt
Zur Begründung wird in der Kommunikation ein konkreter Punkt hervorgehoben: Geplante Kapitalmaßnahmen hätten nicht wie vorgesehen umgesetzt werden können. Gleichzeitig wird beschrieben, dass ein Restrukturierungsplan vorliege und im Verfahren umgesetzt werden soll.
Investorengespräche sollen im Verfahren intensiviert werden
Aus dem Verfahrensumfeld wird berichtet, dass Gespräche mit Investoren geführt werden und im Rahmen des Verfahrens vertieft werden sollen. Wie eine mögliche Lösung strukturiert sein könnte, ist öffentlich nicht konkretisiert; deshalb bleibt es bei der gesicherten Aussage, dass Investorengespräche Teil des Sanierungsansatzes sind.
Insolvenzgeld wird als Brücke für die Personalkosten genannt
In den vorliegenden Informationen wird außerdem darauf verwiesen, dass Löhne und Gehälter in der vorläufigen Phase über Insolvenzgeld abgesichert seien und anschließend wieder vom Unternehmen getragen werden sollen. Für den operativen Betrieb ist das wichtig, weil zentrale Funktionen – Spieltagsplanung, Produktion, Partnerbetreuung personell stabil bleiben müssen, damit Abläufe nicht reißen.
Was als Nächstes zählt
Die nächsten Wochen werden daran messbar, ob die angekündigte Fortführung praktisch trägt. Der angekündigte Spielplan bis Ende Februar ist dabei der sichtbarste Meilenstein – für Teams, Fans und vor allem für die Partner, die Spieltage, Übertragungen und Vermarktung praktisch möglich machen.