FELIX W. Retail GmbH in Stuttgart, vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet

Stand der Recherche: 06.02.2026 (Europe/Berlin)

Die FELIX W. Retail GmbH aus Stuttgart steht seit Ende Januar unter vorläufiger Insolvenzverwaltung. Das Amtsgericht Stuttgart hat mit Beschluss vom 29.01.2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und Ilkin Bananyarli (PLUTA Rechtsanwalts GmbH, Stuttgart) zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Parallel wurde auch für die FELIX W. Holding GmbH ein Antrag gestellt; auch dort wurde Bananyarli als vorläufiger Verwalter eingesetzt. Die Holding wird als operativ nicht tätige Beteiligungsgesellschaft beschrieben, die die Anteile an der Retail-Gesellschaft hält.
Die operative Botschaft aus dem Verfahren lautet zunächst: Der Geschäftsbetrieb soll fortgeführt werden, während Ilkin Bananyarli die wirtschaftliche Lage prüft und Gespräche mit Geschäftspartnern aufnimmt.

Was jetzt gilt: Fortführung, Prüfung, Partnergespräche

Im Mittelpunkt der ersten Tage steht die Stabilisierung: Ilkin Bananyarli und das Team verschaffen sich einen Überblick, führen Gespräche mit der Geschäftsführung, informieren die Belegschaft und prüfen die wirtschaftliche Lage in den kommenden Tagen detailliert. Parallel sollen Gespräche mit Geschäftspartnern geführt werden. Der Filialbetrieb läuft zunächst weiter.

Zwei Ebenen im Blick: Retail + Holding

Für einen Insolvenzmonitor ist die Doppelstruktur relevant: Neben der FELIX W. Retail GmbH steht auch die FELIX W. Holding GmbH im Antrag. Wichtig dabei ist die klare Beschreibung: Die Holding ist operativ nicht tätig und hält die Anteile an der Retail-Gesellschaft. Für das Verfahren bedeutet das vor allem: Es gibt zwei rechtliche Ebenen, die getrennt betrachtet werden müssen – ohne dass daraus automatisch weitergehende Schlussfolgerungen gezogen werden.

Wer das Verfahren führt: Ilkin Bananyarli, plus ein weiterer Name aus der Berichterstattung

Zentraler Akteur ist Ilkin Bananyarli (PLUTA Rechtsanwalts GmbH, Stuttgart) als vorläufiger Insolvenzverwalter, sowohl für die Retail-Gesellschaft als auch für die Holding.
In einem Regionalbericht wird zudem Sven Heuser als Kollege Bananyarlis genannt, im Kontext der Gespräche mit Geschäftsführung und operativer Steuerung.

Warum Retail-Fälle schnell „prozesskritisch“ werden

Dass der Betrieb weiterläuft, ist im stationären Modehandel keine Formalie. In dieser Phase wird schnell entscheidend, ob Prozesse sauber funktionieren:
Warenfluss & Abgrenzung: Laufende Lieferungen, Bestände und mögliche Retouren müssen im Fortbetrieb klar zuordenbar bleiben. Welche Detailmodelle konkret genutzt werden, ist hier nicht ausgeführt – belastbar ist nur die Fortführungsansage und die angekündigten Partnergespräche.
Filialkosten als Hebel: Gerade bei Standorten in Stuttgart und München sind Mieten und Nebenkosten in der Regel ein harter Block, der früh auf der Agenda steht.

Belegschaft & Kommunikation

Regionale Berichte betonen, dass es eine Mitarbeiterversammlung gab und Beschäftigte teils erst über Medien vom Verfahren erfuhren – in einem beratungsintensiven Geschäftsfeld wirkt sich das direkt auf die Handlungsfähigkeit im Tagesgeschäft aus.
Datenlage: Aktenzeichen und gerichtliche Termine fehlen in verifizierbarer Form
Ein amtlicher, verifizierbarer Link zur Einzelbekanntmachung mit Aktenzeichen sowie gerichtlichen Fristen/Terminen liegt in dieser Informationslage nicht vor. Entsprechend gelten Aktenzeichen, Forderungsanmeldefristen und Terminsetzungen aktuell als nicht gefunden (Stand: 04.02.2026).

Stakeholder-Impact in fünf Zeilen

-Lieferanten/Logistik: Fortführung ist kommuniziert; Lieferungen/Retouren sollten strikt über klare Bestellungen und Abnahmen laufen.
-Vermieter & Standortpartner: Standorte in Stuttgart/München bündeln Miet- und Nebenkosten-Exposure; hier werden früh Gespräche relevant.
-Versicherer/Factoring: Überschaubare Größe, aber mehrere typische Forderungslinien (Ware, Dienstleistungen, Miete); Termine/Fristen sind nicht verifiziert.
-Inkasso/Claims: Forderungen je Vertrag/Standort bündeln; solange Aktenzeichen/Fristen fehlen, bleibt Monitoring entscheidend.

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