Reinoldus Rettungsdienst gGmbH unter vorläufiger Insolvenzverwaltung

Recherche: 06.02.2026 (Europe/Berlin)

Die Reinoldus Rettungsdienst gGmbH ist als Rettungsdienst- und Krankentransport-Leistungserbringer in NRW in eine vorläufige Insolvenzverwaltung gerutscht. Nach Angaben aus dem Verfahrensumfeld soll der operative Betrieb ohne Einschränkungen weiterlaufen, ausdrücklich auch in den Einsatzgebieten Kreis Unna und Märkischer Kreis. Als vorläufiger Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Dr. Sebastian Henneke benannt.

Das Gericht ordnet Sicherungsmaßnahmen an, der Stichtag ist der 15. Januar 2026

Nach der veröffentlichten Mitteilung wurde die vorläufige Insolvenzverwaltung vom Amtsgericht Dortmund angeordnet. Als Datum der gerichtlichen Entscheidung beziehungsweise der Bestellung des vorläufigen Insolvenzverwalters wird 15.01.2026 genannt.

Dr. Sebastian Henneke führt die vorläufige Verwaltung, Streitbörger übernimmt die Rolle im Verfahren

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde RA Dr. Sebastian Henneke bestellt. Er wird in der Mitteilung der Kanzlei Streitbörger als der zuständige Verwalter genannt. Gleichzeitig bleibt die Geschäftsführung laut Darstellung unter Aufsicht des vorläufigen Insolvenzverwalters im Amt.

 "Uneingeschränkt" im Einsatz, Rettungsdienst und Krankentransport sollen stabil weiterarbeiten

Der Kernpunkt für Auftraggeber, Patienten und Partner: Der Betrieb soll ohne Einschränkungen weiterlaufen. Die Versorgung der Bevölkerung sei demnach "vollumfänglich sichergestellt". Diese Aussage wird ausdrücklich auch für den Kreis Unna und den Märkischen Kreis getroffen. 

140 Mitarbeitende betroffen, Insolvenzgeld und Vorfinanzierung sind eingeleitet

In der Mitteilung heißt es, rund 140 Mitarbeitende seien informiert worden. Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld gesichert, eine Vorfinanzierung sei bereits eingeleitet.

Gespräche mit Auftraggebern laufen, Sanierungsoptionen werden geprüft

Parallel zur Fortführung werden laut Darstellung Gespräche mit Auftraggebern geführt. Außerdem würden Optionen für eine nachhaltige Sanierung geprüft. In der regionalen Berichterstattung wird zudem betont, dass das Unternehmen operativ handlungsfähig sei und sich weiterhin an Ausschreibungen beteilige.

Wer ist Reinoldus, und wie ist das Unternehmen im Rettungsdienstsystem verankert?

Im Impressum firmiert das Unternehmen als REINOLDUS Rettungsdienst gGmbH, geführt im Handelsregister unter HRB 29708 beim Amtsgericht Dortmund. Als Geschäftsführung sind Peter Schroeter und Nicole Grünewald genannt.

Dass Reinoldus in öffentlichen Strukturen verankert ist, zeigen mehrere Kontextpunkte: Der Kreis Unna hatte öffentlich gemacht, dass der Rettungsdienst in Holzwickede und Fröndenberg ab 01.01.2023 nach Ausschreibung von Reinoldus übernommen wird. Im Rettungsdienstbedarfsplan des Märkischen Kreises wird die Reinoldus Rettungsdienst gGmbH als beauftragte Organisation im Rettungsdienstkontext genannt.

Warum der Fall für B2B-Partner sofort relevant ist

Rettungsdienst ist eine 24/7-Dienstleistung mit harter Taktung: Fahrzeuge müssen jederzeit verfügbar sein, Material muss nachlaufen, Systeme für Kommunikation und Dokumentation müssen funktionieren. Entsprechend dicht ist die Kette der typischen Partner: Fuhrpark/Leasing, Werkstätten und Instandhaltung, Treibstoff, Medizintechnik und Verbrauchsmaterial, Funk/IT, Disposition- und Abrechnungsprozesse, Reinigung sowie Personaldienstleister. Wenn die Fortführung, wie hier, ausdrücklich betont wird, bleibt die Leistungserbringung operativ im Fokus, während die Abstimmung mit Auftraggebern und die Stabilisierung der Strukturen parallel laufen.

 

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